Zum diesjährigen Hitzeaktionstag hat die WHO die zweite Auflage ihrer Leitlinien zu Hitzeaktionsplänen veröffentlicht. An der Erstellung habe ich als externe Gutachterin mitgewirkt — mit Fokus auf die sektorspezifischen Praxisblätter, die sogenannten User Action Briefs.
Extreme Hitze ist die häufigste klimabedingte Todesursache in Europa. Sie verursacht rund 95 Prozent aller klimabedingten Todesfälle. Das Dokument trägt dem Rechnung: Es ist ein umsetzungsorientierter Leitfaden, entwickelt aus den Erfahrungen, die die Länder seit der ersten Auflage von 2008 gesammelt haben.
Der Rahmen gliedert sich in acht Kernelemente: Governance, Hitze-Gesundheits-Warnsystem, gefährdete Bevölkerungsgruppen, Kommunikation, Resilienz des Gesundheitssystems, Reduktion der Hitzeexposition, Surveillance sowie Monitoring und Evaluation.
Bei den User Action Briefs handelt es sich um fünf Praxisblätter für fünf Sektoren: Gesundheit, Arbeit, Stadtentwicklung, Soziale Pflege sowie Bildung und Kinderbetreuung. Jedes Blatt richtet sich direkt an konkrete Berufsgruppen — von der Behördenleitung bis zum Pflegepersonal, von der Schulleitung bis zur Kitakraft.
